Eintracht4Kids

Schüler und Geflüchtete aus Salzgitter trafen Leo und Domi Kumbela

Die Schüler des WPKs „Geflüchteten begegnen – Hände reichen, Brücken bauen“ und einige Geflüchtete, die in Salzgitter in der ZU I untergebracht sind, fuhren nach den Osterferien gemeinsam nach Braunschweig.

Das Ziel war das Eintracht Stadion. Es war eine gemeinsame Stadionführung als ein Höhepunkt der Kooperation zwischen der Stadt Salzgitter und der IGS Salzgitter geplant. Unterstützung erhielten die Kooperationspartner durch die Konföderation der evangelischen Kirchen.

In Braunschweig angekommen, gab es eine Wartezeit, die durch Gespräche und Begegnungen in der Sonne vor dem Stadion gefüllt wurden. Schon bald kam Leo, das Maskottchen von Eintracht Braunschweig, um die Ecke und begrüßte die Geflüchteten und die Schüler. Es entstanden Gruppenfotos und Einzelfotos und jeder konnte eine Autogrammkarte von Leo erhalten. Im Anschluss begann die Führung durch das Stadion, die von eintracht4kids durchgeführt wurde. Es gab viel zu sehen: den Raum, in dem die Pressekonferenzen stattfanden, die Gästekabine, die VIP-Bereiche und natürlich das Spielfeld und die Trainerbank. Überall konnten die Teilnehmer Probesitzen, sich selbst als Trainer fühlen, die Perspektive der Medienvertreter einnehmen und natürlich Fotos machen. Sogar durch den Spielertunnel, in dem noch die Aufstellung des Spiels gegen Dynamo Dresden hing, durften die Besucher laufen, aber ein Bereich blieb den Geflüchteten und Schülern verschlossen. „Wir durften leider nicht in die Kabine von Eintracht Braunschweig gehen, weil dort zu viele private Sachen sind.“, erzählt Nina Seidel (9b).

Während der einstündigen Führung wurde immer wieder eine Überraschung am Ende angekündigt, so dass alle gespannt warteten. Als wir zurück in den Raum der Pressekonferenzen kamen, um unsere persönlichen Sachen abzuholen, stand dort Domi Kumbela, um mit den Schülern und Geflüchteten ein Gespräch zu führen. Die Augen vieler Teilnehmer strahlten, als sie den Stürmer erblickten. Alle anderen zog Kumbela in den Bann, als er begann mit den Geflüchteten und Schülern über die Themen Flucht, Rassismus, Glaube und Fußball zu sprechen. Er selbst ist als Kind selbst als Flüchtling aus dem Kongo nach Deutschland gekommen. Aus dieser Sicht machte er den Bewohnern der ZU I in Salzgitter Mut und gab allen Beteiligten den Tipp: Hilfsbereit zu sein und sich gegenseitig zu helfen, unabhängig von Religion, Kultur und Hautfarbe.

Rassistische Äußerungen begegnen den Geflüchteten in Deutschland schon, aber Kumbela gab den Geflüchteten den Rat diese Äußerungen nicht zu sehr an sich ran zu lassen. Es ist besser die Aussagen zu ignorieren, als mit Gewalt zu reagieren. Die Schüler lobte Kumbela für ihr Projekt und bedankte sich bei ihnen, dass sie sich für das Durchbrechen von Vorurteilen und die Begegnung mit Geflüchteten einsetzen.

Zum Abschluss eines tollen Nachmittags wurden wieder Fotos gemacht: Gruppenfotos, aber vor allem auch Einzelfotos hautnah mit dem Stürmer. Außerdem schrieb Kumbela Autogramme und es gab einen Imbiss, bevor sich die Gruppe zurück auf den Weg nach Salzgitter machte.

Besonderer Dank gilt den Mitarbeitern von Eintracht4kids und Domi Kumbela, dass den Teilnehmern dieses besondere Highlight ermöglicht wurde.

Text: Nadine Vogler
Fotos: IGS Salzgitter

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