Ausblick für das Schuljahr 2020/21, Verhalten bei Urlaub in Risikogebieten

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

Das Kultusministerium hat festgelegt, dass das kommende Schuljahr mit dem Szenario A starten wird.

Szenario A - Eingeschränkter Regelbetrieb
Szenario B - Schule im Wechselmodell
Szenario C - Quarantäne und Shutdown

Der Wechsel von Szenario A zu B oder C bzw. umgekehrt erfolgt in folgenden Fällen nach folgendem Muster:
Das örtliche Gesundheitsamt entscheidet im jeweiligen Einzelfall - in Absprache mit dem zuständigen Schulträger und der Schulleitung - auf Grundlage der Niedersächsischen Verordnung über infektions-schützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus , welche Maßnahme auch bezüglich der Dauer für diese Schule erforderlich ist (Wechsel der Szenarien zu B oder C und zurück). Wenn es regional wieder zu deutlich erhöhten Infektionszahlen kommen sollte und das örtliche Gesundheitsamt feststellt, dass das regionale Infektionsgeschehen einen eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario A) nicht mehr zulässt, wird auf Veranlassung durch das örtliche Gesundheitsamt in Szenario B gewechselt. Ist das Ausbruchsgeschehen überregional, kann auch eine Landes-Verordnung und eine entsprechende Verfügung der NLSchB eine landesweite verbindliche Regelung vorgeben.

Szenario A - Eingeschränkter Regelbetrieb

Um einen weitgehend normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, wird das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern zugunsten eines Kohortenprinzips aufgehoben. Lehrkräfte sind angehalten, das Abstandsgebot untereinander und zu ihren Schülerinnen und Schülern einzuhalten, wo immer dies möglich ist. Unter einer Kohorte wird in diesem Fall max. ein Schuljahrgang verstanden.       
Dort, wo Abstand zu Personen gehalten werden kann, ist dieser auch weiterhin einzuhalten. Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen sowie in den Pausen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, da aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft Gänge, Flure, Versammlungsräume und auch das Außengelände.             
Bedingt durch den Ausfall vulnerabler Lehrkräfte im Präsenzunterricht kann es für die Schuljahrgänge des Sekundarbereichs I zur Verlagerung von Unterrichtsanteilen ins häusliche Lernen kommen. Das führt zu Kürzungen des Präsenzunterrichts bzw. zu Tagen des häuslichen Lernens – ggf. auch nur für einzelne Jahrgänge und/oder für einen begrenzten Zeitraum.        
Szenario A strebt eine Rückkehr zu einem geordneten Schulbetrieb einschließlich Ganztagsbetrieb an, der aber nicht mit dem Ganztagsangebot vor der Corona-Pandemie gleichgesetzt werden kann. Auch hier gilt es weiterhin, die Anzahl von Kontakten so gering wie möglich zu halten.          
Auch beim gemeinsamen Mittagessen im Rahmen des Ganztagsbetriebs bzw. des ganztägigen Unterrichts gilt das Kohortenprinzip für max. zwei Schuljahrgänge. Verschiedene Kohorten werden räumlich und/oder zeitlich voneinander getrennt.  

 

Reisen in Risikogebiete
Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind derzeit auf Grundlage landesrechtlicher Bestimmungen nach §§ 32 Satz 1, 30 Absatz 1 Satz 2 des Infektionsschutzgesetzes grundsätzlich verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben sowie sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten (sog. Absonderung).
Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Eine fortlaufend aktualisierte Liste der Risikogebiete wird durch das Robert Koch-Institut unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete
Personen nach Ziffer 1 sind außerdem verpflichtet, unverzüglich die für Ihren Wohnsitz/Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland zuständige Behörde (in der Regel das lokale Gesundheitsamt) zu kontaktieren und auf ihre Einreise hinzuweisen. Die lokal zuständige Gesundheitsbehörde überwacht die Einhaltung dieser Absonderung.
Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie im Internet unter: https://tools.rki.de/plztool/

Verschiedene Länder und Regionen wurden aus aktuellem Anlass neu zu Risikogebieten erklärt.

a)  Wurde das Gebiet nach der Rückkehr zu einem Risikogebiet erklärt, ist eine Testung auf Covid-19 laut Aussage des örtl. Gesundheitsamtes nicht verpflichtend aber dringend anzuraten.

b)  Wurde das Gebiet während eines Aufenthaltes zu einem Risikogebiet erklärt, ist entsprechend der Vorgaben zu verfahren.
Wenn Sie in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet Urlaub gemacht haben, ist ein Test durchzuführen. Seit dem 08.08.2020 hat der Bund für Rückreisende eine Testpflicht eingeführt.
Alle anderen Auslandsurlauber dürfen sich auch kostenfrei testen lassen. Ganz wichtig: Sie müssen diesen Test innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise machen. Wenn Sie später dran sind, zahlt der Bund die Kosten nicht mehr.
Entscheidend für die Pflicht zur quarantäneähnlichen Absonderung ist vor allem das Infektionsgeschehen in dem Land, aus dem Sie ein- oder zurückreisen. Sofern Sie aus einem Risikogebiet ein- bzw. zurückgereist sind, sind Sie rechtlich verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung, an den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts oder in eine andere geeignete Unterkunft zu begeben.

c)  War das Gebiet vor Abreise Risikogebiet, müssen Sie sich unverzüglich (innerhalb von 72 Stunden) nach der Einreise in Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Diese Pflicht gilt seit dem 08.08.2020. Die Quarantäneverordnung gilt dementsprechend.

Siehe auch:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen_faq/reisen-und-tourismus-antworten-auf-haufig-gestellte-fragen-186671.html

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Mainz           
Gesamtschuldirektor

 

Salzgitter, 10.09.2020 14:00 Uhr

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