Aktueller Präsenzunterricht, "Homeschooling" und Notbetreuung

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

 

Stufenweiser Beginn

Das Wiederanlaufen des Schulbetriebs erfolgt jahrgangsweise nach folgendem vorläufigen Plan:

Derzeit sind die Jahrgänge 9-12 (13 befindet sich in der Abiturphase) wieder im Haus

  • Ab 01.06.20 die Jahrgänge 7 und 8.
  • Ab 15.06.20 die Jahrgänge 5 und 6.
  • Der 10. Jahrgang wird ab 05.06.20 nicht mehr innerschulisch betreut.
  • Pläne zum wöchentlich wechselnden Präsenzunterricht der A und B-Gruppen sowie zur Notbetreuung folgen und werden des Schülerinnen und Schülern rechtzeitig bekannt gegeben.

Für die Organisation eines umschichtigen Unterrichts werden alle Klassen und Lerngruppen, die sich bereits wieder in der Schule befinden, in Gruppen aufgeteilt. Die Einteilung in A- und B-Gruppen sowie die Rhythmisierung (wochenweise) wird kurz vorab für die entsprechenden Jahrgänge und Klassen bekannt gegeben.
Ein Nachmittagsangebot entfällt vorerst, sowie auch der Kioskbetrieb und das Mittagessen. Klassenübergreifende Arbeitsgemeinschaften, Sportunterricht sowie Wahlpflichtkurse, finden bis auf Weiteres nicht statt.            
Das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) während der Unterrichtszeit wird nach derzeitigem Stand noch nicht für erforderlich erachtet, ist aber für den Zeitraum der Schülerbeförderung notwendig und für die Pausen empfohlen. Zudem soll ein MNS in der Phase des Ankommens und des Verlassens der Schule, sowie in der WC-Anlage getragen werden. Das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln gemäß den Vorgaben durch das RKI wird mit allen Schülerinnen und Schülern altersangemessen thematisiert. Es ist davon auszugehen, dass die Erfahrungen der letzten Wochen hier für ein Vorwissen gesorgt haben. Vieles ist den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt und zu Hause eingeübt.       
Auf Veranstaltungen, Schulfeste, Projektwochen, Tages- und Klassenfahrten ist nach Ansage des Ministeriums, bis zu den Sommerferien grundsätzlich zu verzichten. Dies hat der Minister in einem Brief vom 28.05.20 nochmals ausdrücklich wiederholt. Somit findet vorerst leider keine Abschlussfeier für unsere Absolventinnen und Absolventen statt. In welcher Form wir die Abschlüsse ausgeben werden, wird noch geklärt.

 

Notbetreuung

Eine Notbetreuung wird weiterhin für bestimmte Berufsgruppen vorgehalten:

  • Beschäftigte im Gesundheitsbereich
  • Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr
  • Beschäftigte im Vollzugsbereich einschl. Justizvollzug und Maßregelvollzug
  • Beschäftigte in Staats-und Regierungsfunktion
  • Beschäftigte im Bereich "kritische Infrastruktur" zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Daeins-vorsorge der Bevölkerung

bereitgestellt. 
Wir werden dies über einen Tätigkeitsnachweis des Arbeitgebers überprüfen müssen.    
Ein Betreuungsangebot wird entsprechend der Buszeiten von 08:00 Uhr – 12:35 Uhr für die Jahrgänge 5-8 angeboten. Es gibt kein Verpflegungsangebot. Sollten Sie die Betreuung in Anspruch nehmen wollen, bitte ich Sie weiterhin per Mail (igs-salzgitter@t-online.de) Ihr Kind vorab anzumelden. Dies erleichtert uns eine Organisation ungemein. Ich bitte um Ihr Verständnis!         
Wir wissen um die große Herausforderung. Im herausgehobenen Notfall wenden Sie sich bitte an uns. Wir werden uns um eine Lösung bemühen.

An Feier- und Brückentagen findet kein Homeschooling und keine Notbetreuung statt.

 

 

Übersendung von verbindlich zu erledigenden Aufgaben und Arbeitsmaterialien

Die Schule wird den Schülerinnen und Schülern, die sich im „Lernen zu Hause“ befinden, verbindlich zu erledigende Aufgaben und Arbeitsmaterialien, vorzugsweise per Mail (IServ), WhatsApp, etc., zusenden. Alle Lehrkräfte stehen den Schülerinnen und Schüler, wie auch den Erziehungsberechtigten, beratend zur Seite. Fragen zum übersandten Material richten Sie bitte direkt an die Absenderin/den Absender.
Die Lehrkräfte geben ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig Rückmeldung zu Ihren erledigten Aufgaben. Auf Grund der Unterschiedlichkeit der Rahmenbedingungen beim „Lernen zu Hause“ werden die zu Hause erstellten Arbeiten für die SekI nicht bewertet. Das beim häuslichen Lernen erworbene Wissen kann jedoch nach Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen überprüft werden. Bei Wiederaufnahme des Unterrichts in der Schule gilt wie bisher, dass sich die Bewertung von Schülerleistungen in den Unterrichtsfächern aus schriftlichen, mündlichen und fachspezifischen Leistungen zusammensetzt.

Wir verweisen zusätzlich gern auf das Angebot des niedersächsischen Bildungsservers:  
http://www.lernenzuhause.nibis.de/

 

Abitur

Bei weiteren Fragen zur Oberstufe, wenden Sie sich bitte an den Sek II-Leiter Herrn Gatzen.

 

Abschlussprüfungen Sek I

Bei Fragen zur Abschlussprüfung in der SekI, wenden Sie sich bitte an den Didaktischen Leiter Herrn Eckstein.

 

Termine und Daten

Der letzte Schultag für Sek I und Sek II bleibt der 15.07.2020.       

Anfragen und Erreichbarkeit des Sekretariates

Sollten Sie das Sekretariat erreichen müssen, bitten wir Sie eine Mail an die Adresse sekretariat@igs-sz.de zu schreiben. Wenn ein persönlicher Besuch dringend notwendig erscheint, bitten wir Sie bis auf Weiteres um eine Terminvereinbarung unter der genannten Mailadresse.

Besondere Zeiten verlangen besondere Maßnahmen - ich bitte Sie ganz herzlich um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Mainz           
Gesamtschuldirektor

 

Salzgitter, 29.05.20 10:00 Uhr

 

Elterbrief der Schulpsychologie

Liebe Eltern,

wir alle erleben gerade eine außergewöhnliche Situation, die niemand sich vorher hätte vorstellen können. Unser gewohnter Alltag und der Ihrer Kinder verändern sich im Moment radikal. Viele Menschen, bestimmt auch viele Kinder und Jugendliche, sind wahrscheinlich durch die radikalen Maßnahmen zur Kontrolle der weltweiten Pandemie verunsichert und fühlen sich möglicherweise verängstigt oder bedroht. Sie als erziehungsverantwortliche Erwachsene sind diejenigen, die im Moment entscheidend zum Sicherheitsgefühl und zum Wohlergehen ihrer Kinder beitragen können.

Was können Sie tun, um ihre Kinder zu unterstützen?

 

1.    Informationen

Nicht nur wir Erwachsenen, auch die Kinder und Jugendliche haben im Moment viele Fragen. Das ist normal. Wir Menschen sind nicht so gut darin, mit Unklarheit umzugehen. Dann beginnen die Gedanken zu kreisen, wir fangen an zu grübeln und uns Sorgen zu machen. Informationen geben uns Sicherheit. Kinder können sich noch nicht vorstellen, was ein Virus ist und woher er kommt. Sie fragen sich, ob sie selber oder ihre Familie davon betroffen sind, wann die Schule wieder anfängt, woher die Krankheit kommt oder warum die Großeltern nicht besucht werden sollen…

Seien Sie für die Fragen Ihres Kindes aufmerksam und nehmen Sie sich Zeit, sie sachlich und kindgerecht zu beantworten. Klare Informationen verringern Grübeln und Sorgen und wirken Ängsten entgegen. Eine gute Idee kann es z.B. sein, mit ihrem Kind zusammen die Kindernachrichten im Fernsehen zu schauen. Dort werden Kinder sehr gut und angemessen informiert. Von zum Teil beunruhigenden Informationen aus dem Fernsehen oder dem Internet, die Kinder nicht einordnen können, sollten Sie ihr Kind sorgfältig beschützen.

 

2.    Struktur

Unverhofft schulfreie Zeit ist für Schüler*innen zunächst etwas Positives. Schule ist aber auch ein Ort, der dem Leben von Kindern und Jugendlichen klare Orientierung und Struktur gibt. Halt und Sicherheit sind in Zeiten, in denen wir uns unsicher fühlen, besonders wichtig. Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit, indem sie die schulfreien Wochen gemeinsam planen. Erhalten Sie so viel Normalität, wie möglich, zum Beispiel, indem Sie ihre gewohnten Schlafens- und Aufstehzeiten beibehalten und gemeinsam regelmäßige Mahlzeiten einnehmen. Entwerfen Sie mit Ihren Kindern zusammen einen Tagesplan, an den sich alle halten. Lassen Sie Ihre Kinder gleichberechtigt Vorschläge machen. Planen Sie Ruhe- und Aktivitätsphasen ein. Verteilen Sie die Pflichten und Aufgaben gerecht. Aufgaben zu übernehmen kann Kindern das gute Gefühl geben, wichtig zu sein! Bauen Sie auch eine schulische Übungszeit mit ein, aber stellen Sie Ihre Erwartungen hier ruhig etwas zurück. Ein bisschen zu schaffen, reicht im Moment aus. Strukturieren Sie die Medienzeiten ihrer Kinder, treffen sie hierfür klare Absprachen.  Planen Sie auch Spielzeiten als wichtigen „Programmpunkt“ mit ein. Wenn sie zusammen eine gute Tagesstruktur gestaltet haben, bleibt weniger Zeit für Sorgen und Grübeleien, ebenso für Langeweile. Den gemeinsam erarbeiteten „Stunden-Plan“ können Sie für alle sichtbar an die Wand hängen.

 

3.    Zusammen sein

Schule ist ein Ort, wo Kinder und Jugendliche ihre Kontakte pflegen. Gerade der Kontakt zu Freund*innen und wichtigen Bezugspersonen soll nun in den nächsten Wochen eingeschränkt werden. Ihr Kind erlebt vielleicht deshalb gerade einen Verlust positiver Alltagserlebnisse. Viele Kinder reagieren in solchen Situationen traurig oder auch schlecht gelaunt, gelangweilt, unruhig oder gereizt. Auch das ist in einer ungewöhnlichen Situation normal. Ihr Kind ist im Moment vielleicht noch mehr als sonst auf Sicherheit in den Beziehungen zu den nahen Angehörigen angewiesen. Seien sie als Eltern präsent und emotional erreichbar für ihr Kind, indem Sie ihm zuhören, Verständnis zeigen und seine Bedürfnisse beachten. Halten Sie zusammen und geben ihrem Kind das Gefühl: „Wir sind bedingungslos für Dich da, wir freuen uns über gemeinsame Zeit mit Dir.“ Kontakt zu wichtigen Bezugspersonen können Sie im Moment durch Telefon oder social media aufrechterhalten.

Wenn man plötzlich viel mehr Zeit als sonst gemeinsam verbringt, kommt es möglicherweise auch vermehrt zu Konflikten. Auch das ist normal. Es kann hilfreich sein, sich darauf einzustellen. Setzen Sie Prioritäten: Vielleicht gelingt es Ihnen, schwierige Situationen zu deeskalieren, indem sie einmal durchatmen und erst reagieren, wenn Sie sich beruhigt haben. Vielleicht ist es möglich, Zank und Streitereien, die nicht allzu wichtig sind, einfach einmal zu vertagen? Halten Sie zusammen, indem Sie sich mit anderen Eltern, Nachbarn und Freunden austauschen und sich gegenseitig unterstützen.

 

4.    Akzeptanz

Angst und Unsicherheit sind normale Reaktionen auf eine außergewöhnliche Situation. Wir Erwachsenen können unseren Kindern Sicherheit vermitteln, wenn wir selber möglichst klar, ruhig, vernünftig und gelassen sind. Das fällt nicht immer leicht. Investieren Sie selber auch Zeit und Energie in Ihr eigenes Wohlergehen und Ihre eigene Stabilität. Teilen Sie Ihre Sorgen und Ängste mit anderen Erwachsenen oder suchen Sie, wenn nötig, eine Beratungsstelle auf. Je sicherer Sie sich selber fühlen, desto leichter wird es auch Ihr Kind haben, vertrauensvoll in die Zukunft zu sehen und die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist. Nehmen Sie alle, auch die problematischen Gefühle Ihres Kindes ernst, indem Sie dem Kind zeigen, dass Sie die Gefühle gehört und verstanden haben. Akzeptieren Sie die Situation so, wie sie ist und versuchen Sie nicht, dem Kind seine Ängste oder Sorgen auszureden. Zeigen Sie stattdessen Verständnis für die Gefühle Ihres Kindes, ohne sie unnötig zu dramatisieren. Versuchen Sie gelassen und einfühlsam zuzuhören. Sie können zusammen überlegen, was konkret helfen könnte, was Sie und Ihr Kind tun könnten, damit es ihm möglichst gut geht. Krisen bergen oft Chancen, an die man ohne sie nie gedacht hätte. Suchen Sie gemeinsam das Gute in der Situation und versuchen Sie, trotz Belastungen, sich Positives vor Augen zu führen. Seien Sie geduldig mit ihrem Kind und mit sich selber.

 

5.    Sport und Bewegung

Kinder brauchen Bewegung! Sich im Körper wohl zu fühlen ist wichtig für die psychische Gesundheit. Bewegung und Sport reduzieren Stress, helfen gegen Langeweile, machen Spaß, vermindern Sorgen und können gegen Depressionen schützen. Im Moment fallen übliche Möglichkeiten für Bewegung weg, so dass Familien gefordert sind, kreativ zu werden. Wer Möglichkeiten hat, draußen zu sein oder sich in der Natur aufzuhalten, sollte diese nutzen. Auch in der Wohnung kann man sich einiges einfallen lassen. Erinnern Sie sich an die eigene Kindheit: Spielen Sie Verstecken oder machen Sie Gymnastik oder denken Sie sich kleine Geschicklichkeitsspiele aus. Hierzu gibt es im Moment viele lustige Anregungen in den Medien. Was unserem Körper und unserer Seele auch gut tut: Das Lieblingsessen zubereiten, ein Bad nehmen, einen Purzelbaum machen, es sich gemütlich machen, in der Sonne sitzen, genügend schlafen…

 

6.    Spiel und Spaß

So ernst die Lage auch sein mag: Niemandem nutzt es, dauerhaft Trübsal zu blasen. Bemühen Sie sich, Ihrem Kind Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln, indem Sie kreativ nach Möglichkeiten und Quellen von Freude und Genuss suchen. Hat Ihr Kind besondere Interessen, Hobbies, ist es gern kreativ? Fördern Sie diese Aktivitäten. Der Alltag birgt viele Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu tun. Nutzen Sie die positiven Seiten der Lage. Überlegen Sie, was man alles zu Hause unternehmen kann. Backen Sie z.B. Kuchen oder spielen Sie Gesellschaftsspiele. Zeigen Sie Interesse für die Medien ihres Kindes. Das vermittelt ihrem Kind einerseits Ihr aufrichtiges Interesse, andererseits haben Sie auch einen Eindruck, womit ihr Kind beschäftigt ist. Lassen Sie es damit möglichst nicht allein.

 

7.    Etwas Sinnvolles tun, Engagement

Alle Maßnahmen, die unsere Bewegungsfreiheit einschränken, dienen dem Schutz von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Das ist eine positive gemeinschaftliche Aktivität unserer Gesellschaft und in vielen Ländern der Welt. Auch dort sind Familien und Kinder betroffen. Es tut gut, etwas für andere zu tun, etwas tun zu können, worin wir einen Sinn sehen und das uns das Gefühl gibt, wichtig zu sein. Das schafft Vertrauen und Zuversicht. Auch kleinere Kinder können diesen Solidaritätsgedanken verstehen und stolz auf ihre Mithilfe sein. Sich mit anderen positiv verbunden zu fühlen stärkt unser psychisches Wohlbefinden. Sprechen Sie mit ihrem Kind darüber und teilen sie diesen positiven Gemeinschaftssinn miteinander. Vielleicht können Sie auch zusammen helfen: Haben Sie ältere oder kranke Nachbarn, für die Sie mit ihrem Kind einkaufen können? Möchte Ihr Kind vielleicht eine Postkarte an Oma schreiben? Gemeinsame Werte machen uns stark und stärken das Selbstbewusstsein Ihres Kindes.

 

8.    Ansprechpartner

Wenden Sie sich auch im Rahmen der Corona-Krise bei psychischen Belastungen oder Schwierigkeiten im Zusammenhang mit schulischen Fragestellungen gerne an die für Ihre Schule zuständige schulpsychologische Beratung.

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